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Gartentipps Monat Juni
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Wenn man dem Ackerschachtelhalm und der Winde nicht energisch zu Leibe geht, werden diese Unkräuter zu einer Plage im Garten. Im übrigen deutet starkes Auftreten des Ackerschachtelhalms auf Kalkmangel hin.Auf den Erdhaufen darf man das Entfernen der Vogelmiere nicht verpassen. Gerade dieses Unkraut setzt schon als junge Pflanze sehr viel Samen an, der durch den Wind weithin verstreut wird. Außerdem verseucht man sich damit die ganze Komposterde.Das bekannte Franzosenkraut darf man im Garten nicht dulden, weil es oft von Spinnmilben ( Rote Spinne ) befallen wird. Wer das nicht beachtet, braucht sich nicht zu wundern, wenn seine Gurken und Bohnen sowie Rosen und andere Zierpflanzen von diesem Schädling stark heimgesucht werden.Die Larven der Marienkäfer werden Blattlauslöwen genannt und tragen diesen Namen mit Recht. Überall, wo Marienkäfer stark auftreten, sind an den Pflanzen auch ihre Larven in großen Mengen zu finden. Sie deuten untrüglich auf das Vorhandensein von Blattläusen hin. Nicht nur die Larven, sondern auch die Marienkäfer selbst vertilgen große Mengen der Schädlinge. Darum sind beide zu schützen.Indische Laufenten sind im Garten eifrige Vertilger von allerlei Getier und richten an den Pflanzen keinen Schaden an. Diese sehr beweglichen Tiere durchstreifen den Garten unermüdlich und suchen alle Pflanzen nach größeren Insekten und Schnecken ab. Auch unter den Pflanzen bleibt ihnen nichts verborgen. Die Laufenten sind außerdem gute Eierleger.Im Kampf gegen Gartenschädlinge ist der Igel ein wertvoller Helfer. Er geht nicht nur auf Jagd nach Kerbtieren und Mäusen, sondern wird auch den Wühlmäusen gefährlich. Darum sollte man ihn hegen und seine Ruheplätze nicht stören.Kröten und auch die Gartenfrösche sollten wir im Garten gern dulden, weil sie viel Schnecken und auch andere Getier vernichten. Kinder muß man aber belehren, das sie die Kröten nicht anfassen. Diese sondern nämlich ein Sekret ab, das böse Hautkrankheiten hervorrufen kann.Um sicherzugehen, sollte man zum Spätanbau von Blumenkohl nur Sorten mit kurzer Entwicklungszeit verwenden. Vor dem Pflanzen von Blumenkohl im Juni bringt man keinen Stalldünger oder andere organische Substanz in den Boden, sondern nützt sie besser als Bodenbedeckung. Die Bodenbedeckung ist viel wichtiger, wenn der Boden sonst in gutem Kulturstand ist.Im Juni pflanzt man den Blumenkohl etwas tiefer als die Pflanzen im Saatbeet gestanden haben. Die Pflanzen erhalten dadurch einen besseren Halt, den man beim Frühanbau durch Anhäufeln erzielt.Der in Mai gepflanzte Blumenkohl braucht im Laufe des Juni viel Wasser und Nährstoffe.Um schöne weiße " Blumen " vom Blumenkohl ernten zu können, müssen sie rechtzeitig gegen Sonne und Licht geschützt werden. Am sichersten ist das Zusammenbinden der äußeren Blattspitzen, sobald der Ansatz der Blumen festzustellen ist. Wer nur Blätter einknickt, muß die Hauptblattrippen völlig durchbrechen, weil sie sich sonst wieder aufrichten.Wer laufend Buschbohnen ernten will, sollte auch im Juni eine Aussaat machen.Trockenperioden im Juni begünstigen das Auftreten der Spinnmilbe ( Rote Spinne ) bei Bohnen.In den ersten Junitagen gepflanzte Gurken bringen oft bessere Erträge als die im Mai an Ort und Stelle gesäten.Wenn im Juni trockenes, heißes Wetter herrscht, besteht für die Gurken die Gefahr des Spinnmilbenbefalls ( Rote Spinne ). Die Spinnmilben befallen nicht nur die Freiland -, sondern auch die Frühbeetgurken. Um die Gefahr zu bannen, muß man laufend für feuchte Luft sorgen. Besser als das Bespritzen der Gurkenpflanzen mit Wasser ist das ständige Naßhalten ihrer Umgebung. Im Freiland ist das vor allem die Erde, einschließlich der Beetwege.Wenn Frühkartoffeln hohe Erträge bringen sollen, sind Gießen und Düngen bis etwa 2 Wochen vor der Ernte das Wichtigste. Im Kleingarten macht sich das Gießen der Frühkartoffeln immer bezahlt. Dadurch kommen sie auch in den Genuß der zusätzlichen Nährstoffe. Beim Gießen muß man sich aber hüten, die Blätter der Kartoffeln naß zu machen. Das könnte zu der gefürchteten Krautfäule ( Phytophthora ) führen, die den Ertrag wesentlich schmälert.Die beste Pflanzzeit für Spätkohlrabi zum Winterverbrauch ist die zweite Hälfte des Juni.Frühkohlrabibeete kann man Anfang Juni schon vor dem Abernten mit Porree bepflanzen. Den Porree pflanzt man zwischen den Kohlrabireihen.Von Frühkohlrabi sind aus einer Pflanzung zwei Ernten möglich, wenn man beim Ernten nicht zieht sondern abschneidet. Dabei muß aber der untere Knollenteil, der beim Verbrauch sowieso abgeschnitten wird, am Strunk bleiben.Wechsel von Trockenheit und großer Feuchtigkeit verursachen beim Kohlrabi aufgerissene Knollen.Beim Pflanzen von Kopfsalat im Juni muß man auf hitzebeständige Sorten den größten Wert legen.Starker Wechsel von Trockenheit und Nässe während der Hauptentwicklung des Kopfsalates verursacht häufig das Faulen der fast fertigen Köpfe. Darum muß man regelmäßig gießen. So schützt man den Kopfsalat am besten auch gegen Blattlausbefall.Die im Frühbeet ausgepflanzten Melonen muß man künstlich bestäuben, weil sonst der Fruchtansatz nicht gesichert ist. Melonen sind einhäusige Pflanzen. Das heißt, auf jeder Pflanze findet man männliche und weibliche Blüten. In einer Blüte sind also nur männliche oder weibliche Organe vorhanden. Beim Bestäuben kommt es darauf an, den Pollen der männlichen auf die Fruchtblätter ( Narben ) der weiblichen zu übertragen. Am besten pflückt man eine männliche Blüte ab und bringt die Staubblätter ( Pollenträger ) mit den Narben der weiblichen in Berührung. Die Blüten ( männliche und weibliche ) müssen sich voll entfaltet haben. Bei warmen sonnigen Wetter gelingt die Pollenübertragung in den Mittagsstunden am besten. Um sicherzugehen, wiederholt man sie an drei aufeinander folgenden Tagen. Diese künstliche Bestäubung sichert auch bei Melonen im Freiland den Fruchtansatz. Darum ist es auch bei ihnen zu empfehlen.Halblange Möhrensorten bringen auch bei Aussaat in der ersten Junihälfte bis zum Herbst noch zufriedenstellende Erträge. Wer seine Möhren in Trockenheit nicht gießt, muß damit rechnen das ein Teil von ihnen aufreißt.Im Juni gepflanzter Porree entwickelt sich bis zum Herbst noch so stark, das Reihenabstände von 25 cm nötig sind.Da Radieschen von der Aussaat bis zur Ernte durchschnittlich höchstens 30 Tage benötigen, kann man auch im Juni noch laufend Aussaaten machen.Im Juni ist vor allem darauf zu achten, das die Radieschen nicht unter Wassermangel leiden.Wer von seinem Rhabarber im nächsten Jahr starke Stiele ernten will, sollte das Brechen der Stiele in den letzten Junitagen beenden.Vom Rosenkohl erzielt man nur gute Ernten, wenn das Pflanzen im Laufe des Juni vorgenommen wird. Bei später gepflanztem hängt der Ertrag wesentlich vom Verlauf des Herbstes ab.Im Mai gepflanzte Spätsorten von Rotkohl, Weißkohl und Wirsing brauchen auch im Juni viel Wasser und Nährstoffe.Wer in den ersten Junitagen noch Rotkohl aussäen will, muß Sorten mit kurzer Entwicklungszeit verwenden.In der heißen Jahreszeit ist beim Rotkohl besonders auf den Befall durch die Kohlblattlaus zu achten. Sie kann den ganzen Anbau in Frage stellen, weil sie sich in allen Blattschichten der Köpfe einnistet. Früh befallene Pflanzen kommen gar nicht zur Weiterentwicklung.Nur laufendes Hacken, Gießen und Düngen im Juni führt bei Schwarzwurzeln zu gutem Erfolg. Wo den Schwarzwurzeln eine Bodendeckung gegeben wurde, entfällt das Hacken.Bei feuchtwarmen Wetter leiden die Schwarzwurzeln sehr leicht unter Mehltau. Wenn diese Pilzkrankheit stark auftritt, wird die Entwicklung der Wurzeln stark behindert.Bei Stabtomaten darf das Ausbrechen der Seitentriebe sowie das Anheften der Haupttriebe nicht vernachlässigt werden.Da der Kartoffelkäfer gelegentlich auch an Tomatenpflanzen auftritt, muß man sie beobachten.Spätsorten von Weißkohl und Wirsing können in den ersten Junitagen noch gepflanzt und Frühsorten gesät werden.Süßkirschen werden grundsätzlich mit Stiel gepflückt, aber die Sauerkirschen empfiehlt sich das Pflücken ohne Stiel. Wer Sauerkirschen unvorsichtig mit dem Stiel pflückt, schadet dem Baum. Das an der Basis der Fruchtstiele sitzende Auge wird meist mit abgerissen. Zum sofortigen Verbrauch bestimmte Früchte erntet man ohne Stiel und alle anderen mit der Schere, so das ein Stück des Stieles am Baum bleibt.Bei allen Formen unserer Obstbäume sollte man ständig darauf achten, das sich keine Stock - bzw. Wurzelausschläge entwickeln. Alles was sich an der Stammbasis oder seitlich davon an Trieben zeigt, ist sofort zu entfernen. Dabei muß man meist etwas Erde beseitigen damit der Austrieb direkt an der Basis abgeschnitten werden kann. Wenn diese Triebe in auffallender Menge an der Unterlage entstehen, dann ist das ein Zeichen, das am Baum irgend etwas nicht in Ordnung ist.Beim Ernten der Erdbeeren darf man angefaulte und beschädigte Früchte auf keinen Fall hängen lassen. Sie würden sonst die noch in der Entwicklung befindlichen Beeren infizieren und unbrauchbar machen.In der Trockenperiode sollte man seine Erdbeeren auch während der Erntezeit duchdringend gießen. Das vergrößert die Folgefrüchte wesentlich.Damit die Hecken ein gutes Aussehen erhalten, sollte man beim Schneiden immer eine gespannte Schnur verwenden. |